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Strom- und Bestandsgrößen Peter Kaminski Elbe Magdeburg

Strom- und Bestandsgrößen

  • Dienstag, 17 August 2010 00:00
  • geschrieben von  Junghans, Wolfgang

Strom- und Bestandsgrößen gehören im Rechnungswesen zu den Kernbegriffen, da sie die im Rechnungswesen genutzten Größen darstellen.

Eine Bestandsgröße ist hierbei eine Größe zu einem bestimmten Zeitpunkt.[1] Dieses ist zum Beispiel der Kassenbestand eines Ladens am Morgen des 13.08.2010 in Höhe von 2.000€.

Eine Stromgröße stellt, im Gegensatz zu einer Bestandsgröße, eine Zeitraum bezogene Größe dar und ändert die zugehörige Bestandsgröße. Sie kann dabei in zwei Formen eingeteilt werden, die positive und negative Stromgröße. Die erste erhöht die Bestandgröße und die zweite senkt sie.[2] Bezogen auf das Kassenbeispiel ist eine Stromgröße z.B. die Bestandserhöhung in der Kasse, um 2500€, im Zeitraum vom Morgen des 13.08.2010 bis zum Abend des 13.08.2010.

In der Finanzbuchhaltung werden die folgenden drei Ebenen[3] von Bestandsgrößen mit ihren zugehörigen Stromgrößen unterschieden.

Dies sind zunächst die liquiden Mittel eines Unternehmens, welche sich aus dem Sichtguthaben (u.a. Bankguthaben und Schecks) und dem Kassenbestand des Unternehmens zusammensetzen. Die zugehörige positive Stromgröße ist die Einzahlung, die die liquiden Mittel erhöht. Die negative Stromgröße die Auszahlung, welche die liquiden Mittel reduziert.

Danach folgt das Geldvermögen des Unternehmens, welches sich als die Summe aus den liquiden Mittel und den Forderungen vermindert um die Verbindlichkeiten des Unternehmens zusammensetzt. Die zugehörige positive Stromgröße ist die Einnahme, die das Geldvermögen erhöht. Die negative Stromgröße die Ausgabe, welche das Geldvermögen reduziert.

Die dritte Ebene ist das Reinvermögen des Unternehmens, welches die Summe aus dem Geldvermögen und dem Wert der Sachanlagen (z.B. Gebäude) des Unternehmens darstellt. Die zugehörige positive Stromgröße ist der Ertrag, der das Reinvermögen erhöht. Die negative Stromgröße der Aufwand, welcher das Reinvermögen reduziert.

Um die drei Ebenen zu verdeutlichen, werden diese nun an einem kleinen Bespiel aufgezeigt. Hierzu wird der folgende Geschäftsvorfall betrachtet: Ein Unternehmen verkauft 200 EA einer Waren über Anschaffungskosten (Anschaffungskosten = 200€, Gewinn = 20€). Auf die USt wird hier verzichtet.

Zunächst stellt dieser Geschäftsvorfall eine Einzahlung dar, da er die liquiden Mittel ändert, indem er den Wert der Bestandsgröße Kasse verändert. Dieses geschieht durch die Erhöhung des Kassenbestanden um 220€. Weiterhin handelt es sich um eine Einnahme, aufgrund der Tatsache, dass sich das Geldvermögen um 220€ erhöht. Dieses folgt aus der Tatsache, dass sich die liquiden Mittel erhöhen, bei zeitgleicher konstanter Höhe der Forderungen und Verbindlichkeiten des Unternehmens. Zudem ist der Geschäftsvorfall erfolgswirksam, da er einen Ertrag darstellt. Dieses folgt daraus, dass die Reinkapitalebene verändert wird, welches wie folgt geschieht: Es steigt das Geldvermögen um 220€, zeitgleich sinkt das Sachvermögen um 200€, durch den Ausgang an Waren. Die dabei entstehende Differenz von 20€ erhöht das Reinkapital und stellt so einen Gewinn für das Unternehmens dar.

Abschließend sei angemerkt, dass ein Geschäftsvorfall nicht immer alle drei Ebenen betreffen muss, wie im Beispiel, sondern auch nur zwei Ebenen (Bsp. Verkauf von Waren (mit Gewinn) auf Rechnung[=Forderung]), eine Ebene (Bsp. Bezahlung einer Verbindlichkeit in bar) oder keine (Bsp. Der Kassenbestand wird auf das Bankkonto überwiesen) beeinflussen kann.


[1] Vgl. Döring/Buchholz (2007), S. 14.

[2] Vgl. Döring/Buchholz (2007), S. 14.

[3] Vgl. Auer (2000), S. 23-25.


Quellen

Auer, K. V. (2000), Externe Rechnungslegung,1. Ausg., Springer Verlag: Belin, Heidelberg, New Yourk.

Döring, U./Buchholz, R. (2007), Buchhaltung und Jahresabschluss, 10. Ausg., Erich Schmidt Verlag: Berlin.


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Stichworte: Accounting, Stromgröße & Bestandsgröße

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